Impfstoffe gegen Covid-19

In rasendem, nie dagewesenen Tempo wurden Impfstoffe entwickelt.
Im Januar 2020 gab es die ersten beunruhigenden Nachricht über „eine neue Lungenkrankheit“
Am 2. Februar 2021 sind hunderte Impfstoffe in den Forschungspipelines;
über hundert in klinischen Studien, über fünf liegen zumindest vorläufige Ergebnisse der letzten Phase 3 vor und mehrere sind bereits für die großflächige Anwendung zugelassen.

DNA – mRNA – Proteine – Vektoren:
Alle Impfstoffe präsentieren dem Immunsystem Teile eines Virus oder Bakteriums um es anzuregen, dagegen zu kämpfen. Immer geht es um Oberflächenproteine des Erregers (die Antigene) – bei Covid-19 i.a. das Spike-Protein. Dann produziert das Immunsystem
– Antikörper, das sind Eiweißmoleküle, die an die Viren/Bakterien andocken und sie so zur Vernichtung vorbereiten und
– spezielle Gedächtniszellen, die in der Zukunft bei einer Neuinfektion erheblich schneller diese Antikörper produzieren können um die Krankheit garnicht erst entstehen zu lassen.
(„Passive“ Impfstoffe z.B. gegen Tetanus enthalten direkt diese Antikörper)

Schaue Dir die Concept Map zu Infektionen an.

  • Totimpfstoffe bestehen aus geschwächten Viren oder Teilen davon.
    Dazu müssen die (gefährlichen!) Viren in großer Menge gezüchtet werden. Dann werden sie „zerkleinert“ oder abgeschwächt.
  • Das Spike-Protein kann man isoliert herstellen und spritzen.
    Das erfolgt in gentechnisch veränderten Bakterien – ein Standardprozess. Danach muss das Protein mühsam herausgefiltert werden.
  • Vektoren sind harmlose Viren, die sich im Menschen nicht vermehren, aber Zellen infizieren können. Sie bekommen gentechnisch die DNA, also die Herstellungsvorschrift für die Spike-Proteine in ihre eigene Erbanlage. Bei der Infektion kommt die DNA in die Zelle und in den Zellkern. Der Körper liest sie ab und produziert Spike-Proteine auf dem üblichen Weg DNA-RNA-mRNA-Protein.
    Auch gegen diese Viren kann der Körper kämpfen und ein Gedächtnis aufbauen. Aber diese Viren sind schnell in großer Menge herstellbar. Die eingebaute DNA kann man leicht an eventuelle Mutationen anpassen.
  • mRNA-Impfstoffe benutzen einen späteren Schritt bei der Protein-Produktion. Die mRNA wird in kleine Lipidtröpchen eingepackt, die in die Zellen gelangen, aber nicht in den Zellkern. Sie veranlassen die Zelle zur Proteinproduktion. Sie sind sehr empfindlich, daher braucht man tiefe Kühltemperaturen und werden schnell (in Tagen) abgebaut.
    Auch die mRNA lässt sich schnell und einfach an Mutationen anpassen.

Zugelassene Impfstoffe und ihre Wirksamkeit

Impf-Fortschritt in Deutschland